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Flaschenpost #96: Ruhe im Regen

Es ist gar nicht so leicht in diesen Zeiten, das Vergangene zu verdichten und zu verweben. Immer wieder prasselt etwas Neues aus digitalen Wolken herein und obwohl meist keiner dieser Tropfen länger bindet, höhlen sie auf Dauer doch die Aufmerksamkeit aus.


Ich würde die freiwillige Mediendurchnässung nicht mit der so genannten Chinesischen Wasserfolter vergleichen. Aber in beiden Situationen sitzt man passiv da und kann an kaum was anderes denken. Im 19. Jahrhundert ging man in französischen und deutschen Psychatrien übrigens noch von einer Heilwirkung aus...


Kapitän Nemo nimmt den Höhenstand der Sonne auf, Alphonse de Neuville und Édouard Riou, gemeinfrei, 1869.

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3 Comments


Ja, die Releasedichte ist nur noch absurd geworden. Anders kann man es nicht mehr nennen, und das ist auch einer der Gründe, weshalb es der Branche so geht, wie es ihr geht.

Der vorhandene Kuchen wird kaum noch größer, muss aber in immer mehr und damit kleinere Stücke zerteilt werden. Das kann auf Dauer gar nicht gut gehen.

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Sven
Sven
Apr 19

Das empfinde ich recht ähnlich und ist bestimmt in vielen Berufen so und hat sicher auch mit dem Älterwerden, der Reife zu tun. Daher ist es schön, dass Du mehr Struktur ins Archiv gebracht hast. Denn man arbeitet und stellt etwas fertig, etwas mitunter Gutes, wofür man eine ganze Zeit viel investierte. Und man wird kurz gefeiert. Und nächste Woche beginnt alles von vorn. Es war aber nie anders, nur die Intervalle waren länger. Aber Sisyphos stets real.

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Olaf
Olaf
Apr 19

In der Tat schade.

Man freut sich teils jahrenlang auf ein Spiel, nur um es dann übers Wochenende zügig durchzurotzen, sofern es tatsächlich über den Stapel hinaus kommt, während Zombiehorden immerwährend am Releasezaun rütteln.

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