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The Legend of Zelda: Link als Super MacGyver


Viele Fragen umgeben das neue The Legend of Zelda, das am 12. Mai für Switch erscheint. Ist es "nur" eine Erweiterung der alten Spielwelt um schwebende Inseln? Womit sollen all die Kenner des Originals überrascht werden? Was haben Story, Erkundung, Dungeons, Rätsel und Kampf sechs Jahre nach Breath of the Wild zu bieten?


Gestern hat Nintendo Spielszenen veröffentlicht, die zumindest eine Antwort geben: Zelda wird deutlich experimenteller. Es wirkt fast wie ein Baukasten, bei dem man alles miteinander fusionieren und als Waffe, Fahrzeug oder Hilfsmittel einsetzen kann. Die Interaktion mit der Umgebung sowie Gegenständen wird also noch vielfältiger und physikalischer.



Eiji Aonuma, der schon 1998 an The Legend of Zelda: Ocarina of Time mitarbeitete, demonstrierte Links neue Fähigkeiten: aus Ast und Stein wird eine Keule, aus Stock und Mistgabel ein langer Speer, ein Auge am Pfeil macht ihn zielsuchend, selbst Schild und Pilz lassen sich verbinden, um die feindlichen Konstrukte nach ihrem Treffer in Nebel zu tauchen und von hinten zu erledigen. Alle Waffen nutzen sich erneut ab.


Link wirkt mit Steinkeule manchmal wie eine elegante Version von Fred Feuerstein und es hätte mich nicht gewundert, wenn er gleich noch ein Haus baut wie in Fallout oder sich à la Minecraft durch Tunnel buddelt. Denn mit seinem Handschuh fügt er aus Baumstämmen und Ventilator ein Boot zusammen, kann illustre schwimmende, fahrende und fliegende Vehikel bauen, um die Welt nach Belieben zu erkunden.


Puh, dann doch lieber in den Sattel.

Wie kommt man auf all die Inseln am Himmel? Link kann die Zeit zurückspulen, um auf herab geschwebten Felsen einfach wieder aufzusteigen. Er kann sich jetzt sogar durch Decken beamen, um Berge quasi von unten zu erklimmen, so dass das langwierige Klettern nicht nötig ist. Und wenn er von einer Insel in die Tiefe stürzt, nutzt er bekanntlich den Paraglider, um zu segeln, oder beschleunigt und taucht aus hunderten Metern mit Highspeed in einen Fluss.


Das sieht auf der Switch alles ansehnlich, angenehm logisch und unterhaltsam aus. Nach diesen Spielszenen frage ich mich allerdings, wie sich diese totale Freiheit auf das Erlebnis auswirken wird. Wovor soll Nintendos Super MacGyver noch Angst haben? Warum soll er sich nicht auf zig Inseln zwischen Konstrukten bastelnd wie ein Robinson Crusoe ohne Hunger oder Heimweh verlieren?


Wenn all diese Interaktionen und Kombinationen nicht beliebig ausufern, sondern auch fordernd und konzentriert zum Einsatz kommen, dann kann aus dem coolen Spielplatz ein spannendes Abenteuer werden. Und natürlich gibt es da noch eine Story sowie ganz andere Feinde als die fast freundlich anmutenden Konstrukte, sondern auch beeindruckende Giganten. Und was bei einer Demonstration offensichtlich simpel erscheint, kann im eigenen Erleben durchaus ganz anders wirken.


Ich freue mich auf das Spiel, aber noch bin ich nicht fasziniert oder so gespannt wie auf frühere Zeldas. Es würde mich allerdings wundern, wenn Eiji Aonuma und sein Team hinsichtlich der Schwierigkeit der Rätsel sowie der Rolle der Zeit nicht an sein anspruchsvolles, atmosphärisch dichtes N64-Meisterwerk aus dem Jahr 2000 anknüpfen würden: The Legend of Zelda: Majora’s Mask. Das war geheimnisvoll verspielt. Und das ist eine magische Kombo, die hoffentlich auch in diesem Abenteuer mehr Kraft entwickeln wird als Holz + Ventilator = Boot.


Vielen Dank an alle Steady-Unterstützer, die dieses kleine Spiele-Magazin mit ihrem Abo möglich machen. Es würde mich freuen, wenn ihr auch an Bord kommt!

20件のコメント


zmonx
zmonx
2023年4月15日

Erinnert irgendwie an das Lego-Konzept - Bauplan liegt bei, aber nicht schlimm wenn er vom Hund gefressen wird ^^


Mir gefallen einige Entscheidungen auf jeden Fall, wie, dass sie an der Welt festgehalten haben bis auf kleine Änderungen. Wie sich das mit den gezeigten Spielmechaniken verhält - wtf - muss sich dann zeigen... Bin auf die ersten Videos gespannt von Dingen, auf die man selbst in 100 Jahren nicht gekommen wäre, die hochgeladen werden 😅

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Tja… meine Jungs spielen gerade BotW… und natürlich Minecraft. Die haben den Trailer gesehen und liegen mir seitdem in den Ohren, ob ich das kaufe. Vermutlich haben sie damit Erfolg, bin auch neugierig, aber auch etwas skeptisch. Die jüngere Generation holt Nintendo damit wohl voll ab 😬 (was ich dann auch total gut finde, selbst wenn es für mich zuviel crafting werden sollte).

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Breath of the Wild war für mich die Enttäuschung des Jahres damals. Nach 5-6 Stunden gelangweilt aufgehört und das Spiel verkauft.


Bin mal gespannt wie erfolgreich Teil 2 sein wird, denn gerade BotW hat viel von den vergangenen Zelda profitiert in den Verkaufszahlen und Teil 2 wird nun zeigen wie beliebt dieses neue Zelda bei der Fanbase ist.


Leider gibt es ja keine Trophäen bei Nintendo, dann wüsste man genau, wie viel % der Spieler es bis zum Abspann geschafft haben.

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Patrick
Patrick
2023年4月04日
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Es klingt albern aber ein Achievement-System würde mich tatsächlich öfter zur Switch greifen lassen 😅 ich mag diese kleinen Belohnungen am Bildschirmrand. So spielt sich das meiste bei mir auf der PS5 ab.

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Andy
Andy
2023年3月31日

Auch als alter Zelda-Hase; Breath of the Wild mochte ich sehr und konnte gut und gerne stundenlang darin versinken. Kein Wunder also, dass ich mich auf den neuen Titel freue.

Das Einzige was mir etwas Bauchweh bereitet, ist das Crafting. In solchen Dingen bin ich überhaupt nicht kreativ begabt und es ist für mich eher Arbeit als Spass. So hoffe ich doch sehr, dass man auch ohne grosses Gebastel das Spiel geniessen und durchspielen kann.

Auch wenn die Grafik eher veraltet erscheint, für mich ist der Inhalt eines Spiels wichtiger. Natürlich erfreue ich mich über grafische Prachtbolzen, wie ein Horizon oder ein God of War, aber es stört mich überhaupt nicht, wenn ein Spiel grafisch altbacken daherkommt, solange der Spass…

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Jannik
Jannik
2023年3月31日
返信先

Grundsätzlich stimme ich dir zu. Die Grafik ist nur ein Teil des Spiels und die beste Grafik hilft auch nicht, wenn das Spiel dahinter nicht gut ist (siehe The Order 1886 oder Ryse [falls das noch jemand kennt]). Ich habe letztens auch noch mal San Andreas in der PS2-Version gespielt. Hat mega Laune gemacht auch wenn das Gameplay auch nur so semi gut gealtert ist. Aber das Spiel ist halt auch fast 20 Jahre alt.

Nintendo will für das neue Zelda aber 70€ haben, da finde ich dass dann einfach schwierig und auch einfach ernüchternd, wenn es technisch so mau ist.

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Patrick
Patrick
2023年3月30日

Ich hatte das "Glück" Breath of the Wild völlig unvoreingenommen spielen zu dürfen, sprich ich hatte mit der Zelda Reihe bis dato kaum bis gar keinen Kontakt.

Hatte es zusammen mit der Switch damals gekauft und wollte freudig loslegen, hab das Spiel nach kurzer Zeit zur Seite gelegt, es wollte nicht zünden bei mir.

Ich habe es dann tatsächlich ca. 1,5-2 Jahre nicht mehr angefasst, ich weiß gar nicht mehr was der Auslöser war, aber habe es dann einfach nochmal gestartet und dann wochenlang nichts anderes gespielt und mich völlig in Hyrule verloren.

Im Nachhinein muss ich sagen das BotW eines der besten Videospielerlebnisse in meiner Laufbahn war.

Mir war gar nicht bewusst das mir Erkundung so großen Spaß bereitet,…


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