top of page

Gespräch: Über Microsoft, die Gier und die Angst

Ich spreche mit Eike Cramer, meinem langjährigen Kollegen bei 4Players, der übrigens kürzlich seinen YouTube-Kanal startete, über die aktuellen Studioschließungen bei Microsoft - darunter Arkane Austin (Redfall, Prey), Tango Gameworks (Hi-Fi Rush, The Evil Within, Ghostwire: Tokyo) und Alpha Dog Games (Mighty Doom).



Wir diskutieren über Gier und Kapitalismus, versuchen den unverständlichen Trend hin zu Massenentlassungen und Schließungen selbst erfolgreicher Studios, die gute Spiele abliefern, zu beleuchten, der auch von Sony, Take-Two & Co verfolgt wird. Wir blicken auf den bemerkenswert mutigen Kommentar von Dinga Bakaba, Co-Creative Director bei Arkane Lyon, der bereits Angst um sein Studio hat und seinen Arbeitgeber Microsoft mit einem "Please Stop" an dessen Verantwortung erinnert. Außerdem streifen wir die Unterschiede zu Nintendo oder Valve.


Das Gespräch gibt es für Unterstützer entweder unter Podcast (exkl.) oder über Steady. Dort kann man die exklusiven Podcasts auch abonnieren: Einfach neben der Mitgliedschaft einen personalisierten RSS Feed Link kopieren und in den Player wie z.B. Podcast Addict oder Overcast einfügen.


Vielen Dank an alle Steady-Unterstützer, die dieses kleine Spiele-Magazin mit ihrem Abo möglich machen. Es würde mich freuen, wenn ihr auch an Bord kommt!

17 Comments


Xris
Xris
May 25

Hmmm mutig. Wenn man derartige Kritik als normaler Lese und Forum User äußert, wird man normalerweise als Fanboy gebrandmarkt, geteert und gefedert.


Wie zahm die Kommentare hier im Thread sind. Stellt euch mal vor wir wären jetzt noch auf 4P. 😂


Like

Qugart
Qugart
May 18

Was ich noch erwähnen möchte, weil Nintendo in dem Gespräch beinahe als Ritter in strahlender Rüstung rüberkommt:

Ja, Nintendo hat sich nicht an der Kündigungswelle beteiligt. Das hat aber unter anderem auch kulturelle Gründe. Seit dem Tod von Iwata-san hat sich zwar auch bei Nintendo etwas bei den Arbeitsbedingungen getan, aber auch da ist jetzt nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Dylan Cuthbert (Star Fox) verglich das Arbeiten bei Nintendo mit dem Arbeiten in einer Fabrik. Da hat sich aber bestimmt doch was getan. Aber auch Koichi Miura (Tears of the Kingdom) meinte, dass das Arbeiten bei Nintendo die Hölle ist. Zumindest, wenn man keins der kreativen Genies ist. Nintendo sei zwar kein schlechter Arbeitgeber, empfehlen würde er es ohne weiteres…


Like
Replying to

Genau, sie gehen anders damit um. Die Leute behalten ihre Jobs, selbst wenn eine Wii U floppt. Natürlich gibt es da andere Defizite und bekannte Probleme, die man mit Amerika und Europa teilt. Es beweist jedoch, dass Kapitalismus sowie Unternehmensführung anders ablaufen können. Es geht vermutlich nur über eine Änderung der Kultur, eine Reform oder Ähnliches im Westen. Das könnte man beschleunigen, wenn sie von Leuten mit Macht verantwortungsvoll vorgelebt wird. Ich mach mir da nix vor. Aber die Illusion eines weißen Ritters ist in diesen Zeiten besser als nix.;)

Like

Olaf
Olaf
May 16

Der Giftdrops :)


Möchte gar nicht wissen, wie viele Games Pässe man verkaufen müsste, um die 70 Mia. wieder reinzufahren.

Gleichtzeitig müssen Blockbuster finanziert werden, um den Pass attraktiv zu halten. Da wäre man bestimmt froh, um die paar Walnüsse, die man billig dazwischen schieben könnte, hätte man sie nicht aus dem Fenster geworfen.


Gleichzeitig frage ich mich aber auch, ob Walnusshändler diese Pass-Spiel ewig mitmachen werden. Bei Spotify arbeiten die meisten Künstler auch nur für einen Hosenkopf, machen das Angebot attraktiv, wärend die Grossen alles bekommen.

Like

Qugart
Qugart
May 16

Die Aussage von Greenberg darf man nicht überbewerten. Klar, es ist jetzt ein Meme, aber es ist nix anderes als Marketinggewäsch. Greenberg antwortete damit ja auf damals umgehenden Gerüchten, dass Hi-Fi Rush kein finanzieller Erfolg sei. Rausgeholt wurde das Zitat ja jetzt erst wieder durch Jeff Grubb.

Selbst Redfall wurde ja von Sarah Bond gewissermaßen verklärt ("What I actually see is love").

Man muss da auch die jeweiligen Kalenderdaten ansehen. In der Zeit passierte sehr viel bei Microsoft und den eingekauften Publisher und auch den Developer Studios.

Tango hatte gar nicht mehr so viel Personal und Mikami war auch weg. Angekündigt war, dass sie ein Sequel zu Hi-Fi Rush machen wollten, sie dafür aber mehr Personal benötigten.


Ich versuche da…


Like
Replying to

Ja. Egal wer mir in den letzten Jahren von seinen US-Reisen erzählte, von Las Vegas oder San Francisco, war schockiert. Die Armut ist das allergrößte Problem, auch hierzulande.

Like

Juhuu, wieder Eike! Wird alsbald gehört. Ein tatsächlich wichtiges und besprechenswerte Thema. Ich hatte die angebliche Krise Ende Februar bereits einmal ausführlich unter den Branchen News hier im Forum kommentiert und würde das weiterhin so stehen lassen.

Like
bottom of page