Warum "Auf einen Whisky" ?


Warum heißt das Podcast-Format bloß "Auf einen Whisky"? Okay, ich trinke gerne Single Malt. Und auch Bourbon. Allerdings hab ich recht spät mit Ende 30 dieses gälische "Wasser des Lebens" für mich entdeckt. Ich bin also alles andere als ein Experte! Eher auf der Suche nach mehr Geschmäckern und Stilen...


Aber der Name ist tatsächlich entstanden, weil mir das Schlimmste passiert ist. Und das ist bekanntlich? Richtig: Wenn das Bier alle ist... ...das ist mir ausgerechnet an dem Abend passiert, als ich bei den Kollegen von The Pod bei "Auf ein Bier" zu Gast war. Das war mein erster öffentlicher Auftritt nach dem Kommentar "Der Turm stürzt". Falls ihr etwas über die Schließung von 4Players sowie den Status der Spielepresse erfahren wollt, kann ich diese Folge 340 (!) empfehlen. Wie schaffen die das bloß? Respekt!


André und Jochen öffnen ja beim Plausch bekanntlich die ein oder andere Flasche Craft Beer. Normalerweise hab ich auch was davon im Kühlschrank, schließlich gibt es hier in Hamburg genug gute Brauereien - das wär auch mal ein Thema, zumal Ratsherrn in der Schanze meines Wissens auch einen Whisky angesetzt hat. Genau zu dem "musste" ich greifen, weil tatsächlich nix anderes im Haus war. Immerhin konnte ich als Entschuldigung noch klugscheißen, dass Whisky letztlich nichts anderes als destilliertes Bier sei...


Was hab ich getrunken? Das war an dem Abend ein irischer Whiskey namens Writer's Tears. Ich mag den Namen, die Tränen des Schriftstellers - das Zeug kann einem bekanntlich beim Schreiben, aber auch beim Spielen sowohl helfen als auch schaden. Alkohol wird übrigens mal ein Thema bei Spielvertiefung sein. Bis dahin empfehle ich von Jack London "König Alkohol"- seine autobiografische Verarbeitung der hochprozentigen Dämonen aus dem Jahr 1913.


Also zurück zur besagten Flasche: Ich schätze Writer's Tears seit vielen Jahren als milde Alternative zu den schottischen Rauchkönigen - er ist nicht besonders nachhallend, aber angenehm malzig, würzig und vanillig. Kurzum: lecker. Und nicht zu teuer.


Jedenfalls war das mit dem Whisky-Trinker wohl eine Premiere bei "Auf ein Bier" - genau so wie die Gründung dieses Magazins in vielerlei Hinsicht eine für mich ist. Deshalb ist "Auf einen Whisky" ein passender Name für mein erstes Podcast-Format. Ich werde André und Jochen hier sicher mal begrüßen - dann können sie natürlich Gerstensaft trinken. Und mir erzählen, wie man so ein Format ohne Bier-Engpässe auf über 340 Folgen bringt…ehrlich gesagt frag ich mich grad, wie ich auf 20 Folgen kommen soll.


Selbst wenn mir der Whisky mal ausgehen sollte: Im Idealfall kann ich in diesem Podcast regelmäßig interessante Menschen vorstellen, mit denen ich über die Welt der Spiele ins Gespräch komme. Denn das ist natürlich der Fokus dieses Formats. Mein erster Gast ist Stephan Günther aka "Fabu", den einige vielleicht noch vom Independent-Magazin Superlevel kennen und der aktuell u.a. für das Öffentlich-Rechtliche GameTwo betreut. Außerdem arbeitet er selbst an einem spannenden Projekt, dem ich die Daumen drücke. Ich hab mich richtig gefreut, dass er bei der Pilotfolge dabei war!


Er hat während der Aufnahme übrigens einen japanischen Suntory Whisky namens "Toki" probiert - und mir erzählt, dass das "Zeit" bedeutet. Auch das passt wunderbar. Denn die werde ich brauchen, um dieses Magazin zu etablieren.


(Bild: Erskine Nicol, A Nip against the Cold, 1869, gemeinfrei)