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Gedanken zur State of Play 2026: Kena, Saros, Kratos ...

Über eine Stunde präsentierte Sony im Live-Stream kommende Spiele für die PlayStation 5. Auch wenn die ganz großen Überraschungen ausblieben, denn mancher munkelte von einem Devil May Cry, andere hofften tatsächlich auf Bloodborne, und es gab nichts Neues zu bereits angekündigten Großkalibern wie Physint von Kojima Productions oder Intergalactic: The Heretic Prophet von Naughty Dog. Das war jedoch ein interessanter Mix aus Neuankündigungen und Ergänzungen. Ich werde in diesem kleinen Überblick nicht auf alles eingehen, denn da ging es um über 30 Spiele, sondern nur einige kurz vorstellenn


Es fing sympathisch an mit Kena: Scars of Kosmora, dem Nachfolger des Action-Adventures Kena: Bridge of Spirits, das es 2021 in meine Top 9 der besten Spiele geschafft hat. Das sah schon vor fünf Jahren putzig und märchenhaft aus, aber in dieser offenen Welt wirkt das nochmal deutlich prächtiger; es soll bis Ende 2026 für PC und PS5 erscheinen.


Da mich kooperativer Multiplayer nicht besonders interessiert, überspringe ich die kostenlose Erweiterung Ghost of Yotei Legends, die am 10. März mit den vier Klassen Samurai, Bogenschütze, Söldner und Shinobi ins alte Japan lockt ebenso, wie den kooperativen SciFi-Shooter 4: LOOP, der Ende des Jahres in die offene Beta gehen soll. Am 19. März erscheint die PC-Version von Death Stranding 2: On the Beach, das es in meinen Spielen des Jahres 2025 weit nach oben geschafft hat. Was mich schon auf der letzten State of Play angelockt hat war Pragmata von Capcom, weil es angenehme System-Shock-Vibes auslöst. Ein Astronaut ist zusammen mit einem Mädchen im Huckepack unterwegs, sie kämpfen gegen Roboter und Aliens. Die Kleine heißt Diana, verfügt über fast magisch anmutende Hacking-Skills und will dem Mann namens Hugh wohl helfen, von der Raumstation auf dem Mond gegen den Willen der dort herrschenden KI zu fliehen. Und das Beste: Es erscheint schon am 24. April für PC, PS5, XBS sowie SW2 und ist als Demo spielbar.



Und wo wir schon bei Capcom sind: In knapp zwei Wochen geht es los mit Resident Evil Requiem, auf das sich die halbe Welt inkl. mir freut. Ich hab dazu die Titelstory in der kommenden GEE 75 geschrieben und werde es natürlich hier auf Spielvertiefung in einer Rezension besprechen. Am 27. Februar beginnt der Tanz zwischen Grusel und Gemetzel, Grace und Leon, auf PC und allen Konsolen:



Gefreut hab ich mich über das Remaster von Legacy of Kain: Defiance, das am 3. März für PC und Konsolen erscheint Denn das war 2003 der fünfte und finale Tusch der Vampir-Saga unter der Regie von Amy Hennig, die ja aktuell mit Marvel 1943: Rise of Hydra beschäftig ist. Es geht nur um technische Modernisierungen, aber der Klassiker dürfte nicht nur Veteranen anlocken:



Ich überspringe das Fighting Game Dead or Alive 6 Last Round , aber das Strategie-Rollenspiel Brigadine Abyss für PC und alle Konsolen macht neugierig. Die Premiere feierte es auf der ersten PlayStation im Jahr 1998 und es erinnert umgehend an Fire Emblem & Co. Und das kommt nicht von ungefähr, denn in dem neuen japanischen Team unter Makatao Yamamoto (Sengoku Basara) arbeiten einige im Bereich Sound und Gamedesign, die bereits für Nintendo an Fire Emblem von Awakening bis Path of Radiance beteiligt waren. Es wird sechs wählbare Story-Kampagnen mit unterschiedlichen Perspektiven der jeweiligen Fraktionsanführer und einen Missions-Modus mit 24 (!) Fraktionen geben. Im Zentrum stehen Ressourcen-Verwaltung, rundenbasierte Truppen-Taktik mit über 100 Einheitentypen sowie Beziehungen zu Monstern. Das soll ein Epos werden: Man verspricht nicht weniger als 200 Stunden plus X Spielzeit.

Außerdem bekunde ich zumindest leichtes Interesse an Control Resonant für PC, PS5 und XBS von Remedy Entertainment, obwohl mich der Vorgänger nicht umgehend rocken konnte. Aber es wird mitsamt seiner Kampf-Akrobatik tatsächlich als Action-Rollenspiel bezeichnet, also kommt es in die oben erwähnte Vorschau für 2026



Und in die kommt auch das wuchtige Action-Rollenspiel Crimson Moon mit seiner barocken, ein wenig an Warhammer und Castlevania erinnernden Dark Fantasy, in der man einen Nephilim spielt, halb Mensch und Engel, der in gotischen Kathedralen und alten Gemäudern gegen Dämonen, Untote und Vampire kämpft, um die Stadt Gildenarch zu retten. Man kann diesen blutigen Kreuzzug wohl solo oder kooperativ angehen, außerdem geht es um Entwicklung in mehreren Durchläufen, was auf ein Roguelike schließen lässt.



Tja, und da kommt noch ein Action-Rollenspiele, wenn auch aus spielmechanisch anderer Richtung und mit interessanteren Hintergründen. In Beast of Reincarnation wagen sich die Pokémon-Macher von Game Freak tatsächlich an ihren ersten Ausflug in ein anderes Genre samt eigener Welt. Das wirkt zunächst wie eine Mischung aus Ghost of Yotei und Okami: Man ist als Katana-Heldin Emma mit einem weißen Wolf unterwegs in einer Science-Fantasy-Variante Japans des Jahres 4026, kämpft dort dynamisch akrobatisch in Echtzeit gegen Bestien und Golems aller Art, wobei man für spezielle Befehle die Zeit verlangsamen kann. Allerdings ist das keine offene Welt und der Wolf ein streunender Hund namens Koo, zu dem man im Laufe der Reise eine Beziehung über das Füttern und Streicheln aufbauen kann, so dass er mehr Aktionen zur Verfügung hat. Das Spiel soll am 4. August für PC, PS5 und XBS erscheinen:



Die Rayman: 30th Anniversary Edition, Mina the Hollower und Neva: Prologue haben meine Sympathie, aber noch neugieriger macht mich diese neue kooperative Stealth-Action namens Yakoh Shinobi Ops. Ich mag das Genre sehr und werde demnächst mit dem Goblin Styx losziehen. Allerdings geht es in diesem für 2027 auf PC und PS5 angekündigte Abenteuer von Acquire aus Japan, die ja u.a. Tenchu und Way of the Samurai gemacht haben, um die Koordination von vier Shinobi mit exklusiven Fähigkeiten, was das taktische Potenzial erhöht. Falls das nur online und im Team zu viert spielbar wäre, würde ich passen, aber es soll auch solo möglich sein. Und es sieht natürlich aus wie ein neues Tenchu:




Tja, aber den wohl coolsten Helden der State of Play hat man in diesem Action-Rollenspiel samt offener Welt gesehen. Es heißt Project Windless, kommt von Krafton, basiert auf der koreanischen Fantasy-Saga „Die Legende vom Tränenvogel“ und versteht sich als Prolog zu den Romanen. Der Vogelkrieger sieht jedenfalls klasse aus, aber kann hoffentlich mehr als nur mächtig gegen Horden austeilen; denn Musou-Action wäre gar nicht mein Fall. Noch weiß man wenig, außer dass mit Patrik Méthé ein ehemaliger Far-Cry-Regisseur von Ubisoft die Regie führt. Es gibt noch keinen Termin oder konkrete Systeme neben der PS5.



Den Star Wars: Galactic Racer lass ich mal vorbei rauschen und das am 5. März erscheinende Marathon macht mich im Gegensatz zu ARC: Raiders gar nicht neugierig, da warte ich lieber auf The Duskbloods. 007: First Light und John Wick lassen mich seltsam kalt, da würde ich fast lieber im cool animierten Marvel Tōkon: Fighting Souls die Fäuste fliegen lassen. Die Metal Gear Solid: Master Collection 2 brauch ich nicht, das Anime-JRPG Rev. Noir kommt auf die oben erwähnte Liste und beim Puzzle-Plattformer Darwin’s Paradox bin ich trotz meiner Sympathie für den Oktopus ebenso skeptisch wie bei Big Walk.


Aber dann kam Konami nochmal so richtig zur Sache und dürfte so einige Fans überrascht haben. Zuerst mit Castlevania: Belmont’s Curse, das als neu entwickeltes 2D-Metroidvania und passend zum 40-jährigen Jubiläum der Reihe sofort an die gute alte Zeit erinnert. Aber das Spiel dürfte einige frische Impulse bekommen, denn das verantwortliche Entwickler-Duo aus Evil Empire und Motion Twin hat immerhin The Rogue Prince of Persia und Dead Cells gemacht - und das sieht man dem Trailer an. Es soll dieses Jahr für PC und alle Konsolen erscheinen:



Zum anderen hat Konami Silent Hill: Townfall für 2026 angekündigt, das in Zusammenarbeit mit Screen Burn Interactive aus Schottland entsteht, die Observation (2019) und Stories Untold (2017) designt haben. Immerhin sollten die sich in der Region auskennen: Man erlebt den Horror aus der Egosicht auf der isolierten (und natürlich überaus vernebelten) schottischen Insel St. Amelia im Jahr 1996. Auch ein tragbarer Fernseher zum Empfang instabiler Signale kommt dabei zum Einsatz.



Zu meinem absoluten Highlight dieses Frühlings gab es auch neue Spielszenen: Saros von Housemarque. Ich freue mich riesig für dieses Studio, das ich seit Amiga-Zeiten begleite und das mit Returnal, meinem Spiel des Jahres 2021, eine spektakuläre Wiedergeburt nach vielen Turbulenzen gefeiert hat. Ich hab Saros schon kurz vorgestellt und eine Story dazu in der kommenden GEE 75 beigetragen. Es wirkt auf mich wie Arcade-Gothic-Action, in der Horror und Hand-Auge-Koordination aufeinander treffen. Damit nähern sie sich auf dramaturgischer Ebene den finnischen Kollegen von Remedy Entertainment und Alan Wake an.


Ach so, es gab tatsächlich noch einen namhaften Shadowdrop. Zwar hat man die Remakes der ersten drei Teile von God of War nur angekündigt, aber dann landete der junge Kratos plötzlich in einem 2D-Kampfplattformer namens Sons of Sparta für knapp 30 Euro im PlayStation Store:



Ich heiße Jörg Luibl, bin freier Journalist und biete mit Spielvertiefung seit November 2021 ein unabhängiges Magazin an, in dem die Kultur und nicht der Klick relevant ist. Ich arbeite alleine und verzichte komplett auf Werbung, Kooperationen sowie über KI erstellte Inhalte. Diese Alternative zum Reichweiten-Journalismus ist nur dank der Unterstützer über Steady möglich.

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